Geschichte des Kung Fu

"Kung Fu" ist der allgemeine Begriff für die chinesischen Kampfkünste, unter anderem auch bekannt unter den Schreibweisen "Gongfu", "Gung Fu" oder "Quan Fa".
Man kann ihn mit "Harte Arbeit", "Fähigkeit" und "Etwas können" übersetzen.

Mit Kung Fu verbindet man -vor allem in der westlichen Welt- die Vorstellung von übermenschlicher Kraft und Geschick-
lichkeit, spektakulären Stunts und Athletik. Diese Auffassung wurde nicht zuletzt durch zahlreiche Filme verbreitet.
Diese trugen einerseits zur Bekanntheit des Kung Fu bei, verfälschten aber auch das Verständnis vom tatsächlichen Kung Fu.

Das "traditionelle" Kung Fu hatte mit Stunts oder auch Sportlichkeit im heutigen Sinne wenig zu tun:

Der indische Mönche Bodhidharma lehrte zu Beginn des 6. Jh. n. Ch. im Shaolin-Kloster. Um die langen Stunden der Meditation durchstehen zu können zeigte er den Mönchen neue Atemtechniken und Übungen zur Steigerung und Verbesserung der Kraft und Ausdauerfähigkeit.
Diese Übungen sollten die Gesundheit der Mönche fördern, die Muskeln aktivieren und die inneren Organe anregen. Aus den Übungen entwickelten die Mönche das "Tempelboxen", welches dann auch zur Selbstverteidigung genutzt wurde.
Schließlich überwog der Aspekt des Kampfes immer mehr, und bei der Weiterentwicklung der Techniken achtete man auf deren Effizienz im Kampf.

Im Laufe der Zeit diversifizierte sich das ursprüngliche "Tempelboxen" zu den ca. 200 (größeren) unterschiedlichen Stilen, die es heute gibt.

Es ist oft versucht worden, diese vielen Stile zu kategorisieren: z.B. in nördliche - südliche, harte - weiche, innere - äußere Stile.

Erste Einteilungen sind bereits von Meister Zhang Sanfeng aus dem 12 Jh. n. Chr. bekannt.
Grob vereinfacht kann man sagen:

Die äußeren Stile beinhalten einen hohen Anteil an harten, kräftigen Bewegungen, sie fördern die Kräftigung der Muskeln und Knochen, besondere Beachtung findet die Regulation und Kontrolle des Atems. In der Kampftaktik vereinen sich Sanftheit und Härte.

In den inneren Stilen finden sich viele weiche, runde Bewegungen. Wichtiges Trainingsziel ist die Beherrschung und Steuerung der eigenen Lebensenergie, des "Qi". Im Kampf gilt das Prinzip des Nichts-Tuns, es wird versucht, die Fehler des Gegners auszunutzen.

Die Einteilung in nördliche und südliche Stile stellt auf den geographischen Entstehungsort des Stiles ab. Dabei bildet der Gelbe Fluss die Trennlinie.

Die nördlichen Stile zeichnen sich im allgemeinen durch komplexere Hand- und Beintechniken mit ausgeprägter Schrittarbeit aus.
Die südlichen Stile sind vielfach geprägt durch schnellere Handtechniken, die Beinarbeit ist zugunsten eines festen Standes weniger ausgeprägt.

Kurzum: die chinesische Kampfkunst hat eine lange Geschichte und ein breites Fundament.

Mehr Informationen über den bei uns unterrichteten
Taiji Mei Hua Tang Lang Stil finden Sie auf der nächsten
Seite. (Über das Tang Lang Kung Fu)


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